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IVB-Projekt
Courage
Förderung
der Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit einer Behinderung

Bedürfnisse

Arbeitgeber
Die
von allen Seiten erhöhten Anforderungen, verbunden mit dem
entsprechend verstärkten Leistungsdruck, sind für die
Arbeitgeberseite eine grosse Herausforderung. Damit ist auch der
«Spielraum» für Sozialfälle im Betrieb kleiner
geworden. Kompetente Unterstützung und hilfreiche Angebote
bezüglich sozialverträglicher Massnahmen werden deshalb
immer wichtiger.
Arbeitnehmer
mit einer Behinderung
Auch
Menschen mit einer Behinderung haben in verschiedenen beruflichen
Bereichen interessante und qualifizierte Potenziale. Diese angemessen
einzusetzen wird ihnen jedoch mehrheitlich verwehrt. Vielfach bleibt
ihnen lediglich ein sehr bescheiden bezahlter Arbeitsplatz in einer
«Geschützten Werkstätte» übrig oder sie
sind arbeitslos. Solche, die im Moment noch einen Arbeitsplatz in
der freien Wirtschaft haben, kommen im heutigen Arbeitsmarkt vermehrt
unter Druck und befürchten, als erste entlassen zu werden.
Die Nachfrage um Unterstützung und Begleitung bei Bewerbungen
und am Arbeitsplatz selbst wird deshalb immer grösser.
Institutionen
und Ämter
Die
momentan negativen Entwicklungen in der heutigen Arbeitswelt und
die reduzierten Ressourcen bei der Finanzierung beeinflussen die
sozialen Institutionen und Ämter gravierend. Der daraus resultierende
Konkurrenzkampf z.B. im Bereich der Arbeitsbeschaffung oder
beim Platzieren von Menschen mit einer eingeschränkten Leistungsfähigkeit
in den Arbeitsmarkt erschwert die Erfüllung des Auftrages
von Non-Profit-Organisationen in zunehmendem Masse. Das Nebeneinander
der einzelnen Gruppierungen mit ihren speziellen Angeboten erfordert
somit eine verstärkte und koordiniertere Zusammenarbeit. Die
auf Bundesebene lancierte Aufforderung zur «Interinstitutionellen
Zusammenarbeit der Amtsstellen im Sozialbereich» IIZ
genannt ist ein gutes Beispiel dafür. Eine gemeinsame
Dokumentations- und Beratungsstelle wäre ein Anfang in diese
Richtung.
Problemfelder

Arbeitgeberseite
- Wie
muss ein Arbeitsplatz und die Arbeitsumgebung gestaltet sein,
damit eine behinderte Person dort produktiv sein kann?
- Wer
finanziert die z.T. aufwändigen Arbeitsplatzanpassungen?
- Welche
weiteren finanziellen Hilfen gibt es?
- Was
darf und soll ein behinderter Mitarbeiter verdienen?
- Welchen
zusätzlichen administrativen Aufwand bringt eine Anstellung
mit sich?
- Welche
besonderen arbeitsrechtlichen und sozialversicherungs-technischen
Aspekte gilt es zu beachten (IV-Teilrente, BVG, UVG...)?
- Worin
besteht der Nutzen, wenn wir einen Menschen mit einer Behinderung
anstellen?
- Wie
reagieren nicht-behinderte Kolleginnen und Kollegen, wie sind
diese vorzubereiten?
- Wann
und wie kann im Falle einer Verschlechterung des behinderungsbedingten
Zustandes ein Arbeitsverhältnis verändert oder aufgelöst
werden?
Arbeitnehmerseite
- Wie
ist eine Bewerbung abzufassen, damit ein Arbeitgeber bereit ist,
sich mit meiner Bewerbung zu befassen
- Was
muss ich im Zusammenhang mit Verdienst / IV-Rente beachten?
- Was
passiert bei einer Verschlechterung meines behinderungsbedingten
Gesundheitszustandes?
- Welche
Rechte, welche Pflichten habe ich?
- Was
ist bei einem Anstellungsvertrag zu beachten?
- Wie
sieht mein Kündigungsschutz aus?
- Was
erwartet mich am neuen Arbeitsplatz?
- Wie
verhalte ich mich richtig gegenüber meinen Arbeitskolleginnen/
-kollegen?
Institutionen
und Ämter
- Wie
können mit Kooperationen Kosten eingespart werden?
- Wie
kann der Informationsaustausch im gesamten Sozialbereich gefördert
werden (Informationspool)?
- Welche
Strategien und Lösungen bei der Eingliederung von Menschen
mit einer Behinderung sind anzustreben?
- Wie
können Arbeitgeber sensibilisiert werden, arbeitswillige
Menschen mit einer Behinderung zu beschäftigen?
- Wie
können spezialisierte Angebote und Tätigkeiten sinnvoll
miteinander vernetzt werden?
- Wie
könnte ein gemeinsamer Auftritt gegenüber Arbeitgebern
aussehen (berufliche Integration von Menschen mit einer Behinderung)?
Informationen

Beratungs- und Dokumentationsstelle
Öffnungszeiten:
Dienstag, 14.00 - 17.00Uhr
Donnerstag, 09.00 - 12.00Uhr
Adresse: IVB Projekt Courage
Schützenmattstrasse 16a 4051 Basel
Tel.: 061 302 05 05 Fax: 061 302 05 08
Email: courage@ivb.ch
Courage
Hotline 0800 200 505
Download

Courage-Konzept (pdf)
Courage-Kurzinfo (pdf)

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